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Herbst

Montag, der 05.11.2007

Eine Hetz war das am Morgen, ich sage euch, das habe ich gerne wenn ein Tag schon so stressig beginnt! Hast du nicht erst um 10°° Uhr Uni, würdet ihr mich nun fragen, und noch dazu nur zwei Stunden?. Tja, normalerweise mag das ja stimmen, aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel.

Arbeitsmedizinische Untersuchung – so schimpft sich der Termin der mich zwang mein Frühstück innerhalb weniger Minuten zu verschlingen, da weder Mareike noch ich wussten wo sich diese ominöse Poliklinik für Arbeitsmedizin befindet, geschweige denn was nun eigentlich mitgebracht werden müsste. Studienbestätigung? Personalausweis? Impfass? Das meiste konnte ich mit hektischen Bewegungen und im Laufschritt noch in meinen Rucksack packen, Impfass hätte ich ohnedies keinen finden können. Nur der heilige Geist weiß, wo in Anthering der wohl versteckt liegen mag...

Nach einer kleinen Irrfahrt (durch die Segnung namens Internet wussten wir zumindest in welcher Straße wir die Klinik zu suchen hätten) kamen wir zu einer kleinen Villa, die sich, mehr als gut getarnt, als unser Ziel entpuppte. Im dritten Stockwerk angekommen (wie ich diese Treppen liebe...) wärmten wir erst unsere vor Kälte starren Finger – der Winter hält Einzug in Erlangen – und füllten dann einen Fragebogen in Bezug auf unsere Krankengeschichte aus. Blutabnehmen war ein weiterer Part dieser Tortur die einen jeden Medizinstudenten in Deutschland erwartet und nach weniger als einer halben Stunde durften wir das Haus wieder verlassen. Und wozu das Ganze? Um eine halbe Ewigkeit auf Anatomie zu warten. Aber wie ihr mich kennt, vertrieben wir uns die Zeit mit allerlei Lustigkeiten und mir nichts, dir nichts saßen wir auch schon im Hörsaal der Anatomie um mit Muskeln und deren Namen wiederum desillusioniert zu werden. Die Einzelheiten werde ich euch großzügiger Weise ersparen!

Auch Psychsoz wird in Zukunft wohl einen weniger prominenten Stellenwert in meinem Tagesablauf einnehmen, da einige andere und ich uns organisieren um Mitschriften anzufertigen, die wir schlussendlich zu einem aktuellen Skript zusammenfügen. Das Ganze scheint sehr gut zu funktionieren, organisatorischer Kopf bin natürlich wieder ich...

Zu viert saßen wir Mittags bei mir um Reis mit Currykarotten und Lauch zu essen (u.a. Theresa und Steffi) und als die Beiden aufbrachen, machte ich mir einen ruhigen Nachmittag, der mit einem Essen bei Mareike sein Ende nahm. Später machten wir uns noch auf die abenteuerliche Suche nach einem Videostore, den wir schlussendlich auch fanden, jedoch keinen Ausweis anfertigen lassen konnten, da wir beide mittellos waren. Aber eines Tages werden wir wohl so die Filme für so manchen gemütlichen Abend bekommen...

„Wo ist Fred“ hatte Mareike noch in ihrem Bestand und so fand dieser Tag wieder einmal einen gelungenen Abschluss.

 

Dienstag, der 06.11.2007

Kein sehr schöner Tag, nicht nur das Wetter betreffend. Informationsbombardement in Anatomie und lückenhaftes Wissen meinerseits im Seminar. Und können wir dort nicht einfach einen anderen Tutor haben? Unserer hat keine Ahnung von tuten und blasen, muss jedes Wort von seinen Notizen ablesen und spielt sich auf, als wäre er eine Autoritätsperson. So langsam bezweifle ich die Sinnhaftigkeit dieses Kurses... Zumindest aßen wir Mittags leckere Pasta in unserem kleinen Italiener, der Gott sei dank Studentenpreise anzubieten hat und immerhin lernte ich an diesem verregneten Nachmittag die Freuden eines Anatomieatlas erneut zu schätzen.

Mittwoch, der 07.11.2007

Es regnet, stürmt und windet. Es ist November, schlimmer könnte es nicht sein! Ein jeder zeigt sich genervt, lustlos und aggressiv, niemand hat Freude an Tagen wie diesen. Augen zu und durch. Passenderweise ging gleich zu Beginn nicht alles ganz rund. Da nachtens in meinem Wohnheim ausgiebig gefeiert wurde und ich eine private Sauforgie nicht zu unterbrechen pflege, bescherten mir die in einer Apotheke erstandenen Ohropax aus Wachs einen gesegneten Schlaf – der leider viel zu spät sein Ende nahm! Weder das läuten des Weckers noch Mareikes klopfen an der Tür weckte mich und so verpasste ich die wunderbare Chemievorlesung unseres allseits geliebten Jürgen Schatz (macht euch ruhig mal auf die Suche nach einer Gruppe die diesen Namen beherbergt, zu finden auf einer mehr als bekannten, studentischen Internetplattform). Anatomie blieb ich dementsprechend natürlich nicht fern, im Traum wäre mir dies nicht eingefallen! Und in Soziologie was ich heute derjenige, der eine Mitschrift anzufertigen hatte. Ein fataler Fehler meinerseits, denn unser Dozent pflegt seine Folien nur eine Minute, und keine Sekunde länger, zu zeigen. Das macht das Mitschreiben natürlich zu einer Tortur, schnellen Finger war ich aber Herr über die Lage. Der Mühe wert ist es ja, denn erst im Januar werde ich diese Vorlesung das nächste Mal besuchen müssen. Hier eine kleine Information an meine besorgten Eltern: Ihr könnt mir glauben wenn ich euch sage, dass diese Vorlesung jedweder Sinnhaftigkeit entbehrt und ein Skript alle nötigen Lehrinhalte vermitteln wird!

Noch bevor wir gegen 15°°Uhr bei Stefanie zum Essen erschienen wurden einige Erledigungen gemacht um dann im tobenden Herbststurm gegen Süden zu ihrer Wohnung und dem Biologiepraktikum zu fahren. Kochen kann das Mädelchen, das muss man ihr lassen, auch wenn nur eine Speise: Kartoffelauflauf. Aber der verdient volle zehn Punkte!

Und das Biologiepraktikum? Zwiebelzellen, Pantoffeltierchen, Kopfschmerzen und Erblindung. Was aber sonst ganz amüsant! 

 

7.11.07 21:19
 


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