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Heimheimheimheimheim

Donnerstag, der 08.10.2007

 

Knapp wie immer erhob ich mich früh am Morgen um in den tiefen Süden der Stadt Erlangen zu fahren. Dort würde mir das schmucklose Gebäude der naturwissenschaftlichen Fakultät einen frostigen und feucht-kühlen Empfang bereiten, ein Umstand, dem wir die letzen Wochen immer wieder zu entgehen wussten. Doch in der Studentenschaft hatte sich das Gerücht breit gemacht, die Praktikumsgruppen würden am heutigen Tage eingeteilt werden und niemand wollte sich die Möglichkeit verbauen nur die erste Woche der verdienten Semesterferien durch besagten Kurs ruiniert zu sehen. Einmal mehr wurde mein Verdacht bestätigt, dass Physik begeisterte Einsiedler Hosen den letzten Jahrhunderts tragen und mit den Gedanken scheinbar auch in dieser Zeit stecken geblieben zu sein. Ganz zu verschweigen die Tatsache, dass ich bis heute der Ansicht bin unser Herr Dozent habe unsere Anwesenheit überhaupt nicht realisiert…
Leider stellte sich bald heraus, dass uns nur einige Informationen bezüglich des Praktikums erwarteten, die uns niedergeschlagen hinterließen ob der Fülle an Testaten die uns bald erwarten würde. Wir wären jedoch nicht die Selben, hätten wir diesen schaurigen Gedanken nicht alsbald wieder verdrängt und lächelnd unseren Mensafraß (verzeiht dieses unschöne Wort) bei interessanten Gesprächen vertilgt.
Nach einer kurzen und sehr sporadischen Lerneinheit in meinen eigenen vier Wänden machte ich mich gestresst auf den Weg in die Biochemie, wo ich prompt auf unseren Dozenten stieß, um zu erfahren, dass ich wohl um einiges zu spät gekommen sei und die eigentlich Beginnzeit 13.45 Uhr gewesen sein. Und welcher Kurs war ich denn nun eigentlich, A oder B? Im Raum des zweiten Kurses angekommen wurde mit schnell gesagt, dass ich dort wohl falsch sei und so lief ich zurück um schlussendlich den mir zugeteilten Kursraum zu betreten, wo ich sogleich gefragt wurde, ob ich denn die Sicherheitsbelehrung gehört habe. Natürlich, sagte ich, war ich doch der Meinung, gemeint wäre die Vorlesung der vergangenen Woche. Leider war dies ein Irrtum…So stieg in mir ein Gefühl von Angst auf, da ich immerhin eine Lüge von mir gegeben hatte. Gott sei Dank löste sich alles in Wohlgefallen auf, als für die zu spät Gekommen separat eine ausführliche Belehrung abgehalten wurde – und wir waren doch einige, die offenbar ihren Terminplan falsch gestaltet hatten.
Nach wenigen Minuten war der ganze Spuk vorbei und ich lud Anna (die sogar meine späte Ankunft noch um Längen schlug) sowie Mareike und Max ein, bei mir genüsslich einen Kaffe zu schlürfen um gestärkt das anatomische Seminar überstehen zu können. In Ermangelung einer Tasse musste Max sein Lebenselixier (wie es ich nur allzu gerne nenne) zwar aus meinen Schnabelkännchen trinken, aber dieser Fauxpas kann mir hoffentlich verziehen werden.
Im Seminar wurden wir mit einem sagittal durchtrennten Schädelpräparat konfrontiert, dass wir nach und nach begutachten konnten um uns ein Bild des Rachens und der Muskulatur des Kopfes machen zu können. Wie ihr euch vorstellen könnte stand ich bald, ausgestattet mit Handschuhen und Pinzette, direkt vor dem Schädel um allerlei Funktionen, die ja sonst nur, gestützt durch die Abbildungen im Prometheus, in meiner Phantasie existierten, zu erproben. Durchaus hilfreich das Ganze – und einer der Gründe warum ich dieses herrliche Studienfach belegt habe!
Gegen Abend trafen Mareike und ich uns noch mit Sonja. Bei ihr vernichteten wir den übrig gebliebenen Vodka des Wochenendes und wärmten uns kurze Zeit später am Lagerfeuer im Hof des E-Werks wo uns im Rahmen eines Vortrags über die transsibirische Eisenbahn  auch so manche russische Weise nahe gebracht wurde. Einem Spießrutenlauf gleich gingen wir, als wir von dem horrenden Eintrittspreis für besagten Vortrag erfuhren, ins Papa Joes um eine Kleinigkeit zu trinken und anschließen in die Lammlichtspiele. Dort sahen wir „Odette Toulemonde“, sehr amüsant auch im Zusammenhang mit der Tatsache, dass ich schon ein Wenig angeheitert war…Zitat:“ Weil ich innen drinnen schwarz bin!“.
Noch ein kleiner Schluck Sekt und ein Abstecher in der Karaokebar und schon lag ich wieder im warmen Bettchen.

 

Freitag, der 09.10.2007

 

In Chemie wurden wir heute erstmals mit Rechnungen bombardiert. Sollte aber eigentlich zu schaffen sein, hoffe ich zumindest! Biologie entbehrte heute ein weiteres Mal jeder Sinnhaftigkeit, da ich mit Oropax aus Wachs in den Gehörgängen mein schlechtes Gewissen beruhigte und Anatomie lernte – ganz so wie nahezu alle meiner Kommilitonen auch! Nur der Ohrschutz machte mich wiederum zu einem Original! Zellbiologie an sich ist ja nicht uninteressant, doch leider haben (wie bereits erwähnt) manche Dozenten die Eigenart alles durchwegs kompliziert zu erklären und uns somit vor den Kopf zu stoßen. Wenn sie natürlich Spaß daran haben sollten…
Anatomie präsentierte uns ein durchaus anspruchvolles Testat, dass aber trotz einiger Stolpersteine wohl zu schaffen war (so hoffe ich zumindest, im Moment warte ich noch auf Antwort von Mareike, die ich beauftragt habe nach meinem – nun, ja – Erfolg zu sehen…
Besagte Dame kochte mit mir Mittags ein vegetarisches Chilli mit allerlei Resten, die es noch vor unserer Heimfahrt zu vernichten galt und auch Steffi beehrte uns mit ihrem Besuch. So verbrachten wir den Nachmittag mit waschen, putzen, dem Kaufen von Bier und Lebkuchen (für meine Frau Omama) und reden.
Mareike verließ Erlangen noch vor mir. Mich führte das Treffen mit meiner Mitfahrgelegenheit nach Erlangen – Tennenlohe (im tiefen Süden der Stadt) wo ich nur wenige Minuten in der Kälte zu warten hatte und mit Volker gen Salzburg steuerte. Sehr nette Menschen, schnelle Fahrt, und daheim Kartoffelsuppe von Muttern!
12.11.07 11:18
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Ulli (13.11.07 18:28)
hallo lüderbeinchen!
nicht, dass es heißt, dass ich dir nicht mehr schreibe!
also, ich bin grad allein daheim, schau die simpsons und bin müde *ggg*

what else.. ?
ich hoff, du bist gestern noch gut heimgekommen und du hast nicht wieder eeeeeewig gebraucht!

was gibts sonst so neues bei dir? kannst mir ja auch mal ne mail schreiben

dickes bussi und bis bald,
deine schwester

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