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Lange nichts gehört? Das darf nicht sein!

Donnerstag, der 22.11.2007
 
Natürlich leutete auch heute der Wecker wieder vollkommen umsonst. Eigentlich war es mein erklärtes Ziel etwas früher aufzustehen, konträr dem oftmals propagandierten, studentischen Lebenstil, und mir den Lungenkreislauf sowie das Herz zu Gemüte zu führen, auf dass ich den restlichen Tag würde genießen können, ganz ohne die Angst im Nacken wieder erst in letzter Sekunde die gewünschte Stoffmenge in mein Gehirn gepflanzt zu haben um das anstehende Testat mit einem guten, und somit wünschenswerten Ergebnis zu bestehen. Aber das lange und ausgiebige Frühstück (von dem ihr hier ja so oft lest) und die maßlose Verschwendung von Wasser unter der Dusche entschädigten mich vollends. Einige Seiten konnte ich danach ja trotzdem noch lernen, auch wenn bald Mareike vor meiner Tür stand um zu kochen. Bratkartoffeln mit Karotten – sehr schmackhaft und der Grundlage genug um das bevorstehende chemische Praktikum ohne hörbaren Hungergeräusche hinter uns bringen zu können. Anna meinte ich rieche nach Essen. Ebenso Chris, der nach dem Kurs, der als durchaus stressig beschrieben werden kann, noch mit Mareike, Anna und mir einen kleinen Kaffee in meinem Heim trank. Tja, kochen können wir. Die anderen scheinen mehr als neidisch zu sein – zumindest bekommen sie Appetit wenn unsereiner in der Nähe ist...
Warum aber war besagtes Praktikum so anstrengend? Man hielt uns vor zu langsam zu arbeiten! So mussten wir also den chemischen Garten, den Kationenaustausch und so manch anderes Experiment unter Zeitdruck bewältigen und wieder einmal glitt der Nutzen dieser Lehrveranstaltung in den Bereich der Minusstellen ab, da keiner nun in der Lage war an jedem Versuch adäquat teilzunehmen und diesen, zumindest in seinen Grundzügen, zu verstehen. Immerhin war nun jeder für sich mit einem einzigen Experiment beschäftigt und versuchte die Gruppe nach der vorgegebenen Zeit wieder in die Freiheit der Stadt Erlangen zu verhelfen. Wer weiß, wohlmöglich hätten wir am Ende noch nachsitzen müssen... Aber was beschwere ich mich? Immerhin war ich derjenige, der eine Universität mir fast schon schulischem Flair ausgesucht hat – und ich habe ja nicht die schlechteste erwischt!
Nach dem erwähnten Schluck Kaffee betrachteten wir im Seminar Herz- und Lungenpräparate, groß und klein, mehr oder weniger beansprucht und/oder krank. Die Lunge an sich ist wenig interessant, am Herzen jedoch kann man sehr viel von dem zuvor erlernten beobachten und versteht vielleicht sogar manchen Zusammenhang besser als vorher – das lob ich mir am Medizinstudium: man hat etwas zum Anfassen!
Mit Mareike ging es am Abend in den Film „Free Rainer“ der unsere Erwartungen voll und ganz erfüllte. Schon oft hatten wir die Vorschau im Kino gesehen uns waren uns (mehr oder weniger) einig, ich auf alle Fälle in den Lammlichtspielen genießen zu wollen. Stefanie hatte ursprünglich auch vor mitzukommen, wer weiß welche Verwirrungen schlussendlich Schuld waren, dass sie doch zu Hause blieb.
Aber zurück zum Film: In einer gekonnten Persiflage wird der Einfluss des Fernsehens auf unsere Gesellschaft gezeigt und in einer unwahrscheinlichen Utopie endend, wird Deutschland (und auch Österreich?) zu einer besseren, da kreativeren Gesellschaft verholfen. An dieser Stelle bleibt mir nur eines zu sagen: Wie gut, dass ich keinen Fernseher besitze, auch wenn mir Spongebob manchmal doch sehr fehlt...
 
Freitag, der 23.11.2007
 
Chemie erwartete uns mit lustigen Rechnungen und dem ungetrübten Humor unseres Herrn Dozenten. Manchmal, nur manchmal wünsche ich mir, alles zu verstehen was er so von sich gibt. Dann aber komme ich zur Vernunft und bin froh ein Denken von eher praktischer Natur mein Eigen nennen zu können. Irgendwie, glaube ich, kann einem das im Leben mehr als Hilfe dienen als das universelle Verständnis so mancher Naturwissenschaft. Aber wie sage ich so gerne: Besser Chemie als Physik. Und dabei bleibe ich.
Mareike und ich entschlossen uns ausnahmsweise Biologie ausfallen zu lassen um noch ein wenig der Anatomie zu frönen. Immer wieder begeistert mich meine „funktionelle“ WG – Partnerin mit ihrem klinischen Wissen, natürlich auch erklärbar durch ihre Sanitäterausbildung. Man hört ihr aber einfach zu gerne zu und glaubt, nein, ist sich sicher, dabei noch sehr viel lernen zu können...
Das Testat an sich war ein großer Spaß! Wie das? Nachdem ich neben Martina saß (die den Nachnamen und Humor mit einer gewissen Amelie teilt, was die beiden zu einem eingeschworenen – und sehr amüsanten – Team macht) wusste ich noch vor Beginn der Prüfung eine der Fragen, die mich erwarten würden. Denn was machte die Kleine? Sie schob ganz einfach das Blatt an den Rand des Tisches, beugte sich nach unten und las ganz unverschämt was da so stand. Da soll noch mal einer sagen, ich wäre der Meister des Schummelns. Da kann ich nur lachen! Gefreut habe ich mich darüber, wie ihr euch vorstellen könnte, sehr!
Der Nachmittag war geprägt durch das Kopieren eines ganzen Skriptes (für nur knapp anderthalb Euro!) und den Durchlesen von chemischer Theorie, denn schon bald würde ich das erste Testat in diesem Fach schreiben müssen. Ein ganz und gar unschöner Gedanke.
Eingekauft und gegessen wurde auch, bevor sich meine Mitbewohnerin (quasi, meine ich natürlich) und ich nach Nürnberg aufmachten, da wir zu Johannas Geburtstagsfeier eingeladen waren. Ihrer mehr als komplexen Wegbeschreibung folgend erreichten wir nach der Benutzung von Zug, U-Bahn und Schusters Rappen endlich ihr Haus, um schon beim Eintreten von einer perfekt gestylten Gastgeberin empfangen und mit Champagner verwöhnt zu werden. Passend zu diesem Ambiente waren auch, neben dem Haus, die anderen Gäste, die geschmückt mir teurer Kleidung und Accessoires in kleinen Grüppchen standen und kichernd über allerlei Oberflächlichkeiten plauderten. Vielleicht tue ich ihnen hier Unrecht, aber als Außenstehender nahmen wir dies alles so wahr und auch war es somit kein Wunder, dass wir ein Glas nach dem anderen leerten. Johanna präsentierte uns ein reichlich gedecktes Buffet und öffnete Flasche um Flasche. Ganz wie ihr euch vorstellen könnt wurde der Abend immer lustiger und lustiger, endete aber, und hier ein Danke an Mareike, die mich zu Bett brachte, für mich sehr früh in Johannas Gästezimmer. Jaja, klein, schmächtig und Alkohol verträgt sich nicht gut. Aber wer verzichtet schon freiwillig auf Champagner, wo er doch so gut schmeckt...?
 
Samstag, der 24.11.2007
 
Gegen elf erhob ich meine müden Glieder aus dem Bett und torkelte die Treppen hinunter Richtung Küche, um dort prompt auf Johannas Mutter zu treffen, mit der ich mich, so weit ich mich erinnern kann, am Vorabend sehr gut unterhalten habe. Sie begrüßte mich mit einem Lächeln und der Zusage, Johanna sofort zu informieren, dass ich wieder unter den Lebenden weilte.
Ganz die perfekte Gastgeberin von gestern präsentierte mir Johanna ein reichhaltiges Frühstück, wobei ich nach dem wichtigsten Part, der „Aspirin Effekt“ und einigen Schluck Kaffee, mehr als eine halbe Stunde brauchte, bevor ich die ersten Bissen meines Brotes in Angriff nehmen konnte. Mein doch recht desolater Zustand hielt mich jedoch nicht davon ab ungebremst zu reden und so glaube ich, dass Johanna und ihr Freund (Sergio) doch recht froh waren, als ich mich gegen Mittag anschickte nach Hause zu fahren. Den gleichen Weg retour nehmend genoss ich den Sonnenschein dieses angenehm warmen Tages, war jedoch sehr froh nach kurzer Zeit und einigen Verwirrungen, was den Ticketkauf betraf, in Erlangen und schließlich in meiner Wohnung einzutreffen. Dort redete ich via Internet noch einige Minuten mit meiner Mutter bevor ich mich endlich dazu aufraffen konnte ein wenig an meinem äußeren Erscheinungsbild zu arbeiten, sprich: Die Spuren der letzten Nacht mit Hilfe von Wasser und Seife zu beseitigen, sodass Fabian, ein Freund von Laetita mit dem ich mich um drei treffen würde, nicht glauben müsste, ich würde Tag, ein Tag aus wie ein unausgeschlafener Uhu aussehen.
Kurzfristig zog ich es sogar in Betracht, das Treffen abzusagen, was, wie sich herausstellte, ein sehr großer Fehler gewesen wäre. Denn Fabian ist, ich hatte es nicht anders erwartet, ein wirklich großartiger Mensch. Vielleicht eine Spur zurückhaltender als die euch bereits zuvor vorgestellte Leati, aber auch ein Mensch mit dem man unglaublich viel Spaß haben kann, und das Gefühl jede Minute zu genießen. Erst tranken wir einen Kaffee in der Kaffeerösterei nahe dem Hugenottenplatz, bevor wir uns nach einem kleinen Spaziergang dazu entschlossen, noch einen Happen essen zu gehen (da ich, auch auf Grund meines übermäßigen Alkoholkonsums am Vortag, noch nicht wirklich viel im  Magen hatte).
Wir fuhren mit seinem Auto (welches in einer der unzähligen Betriebsgaragen von Siemens geparkt war, ja, der junge Mann arbeitet für besagte Firma) Richtung Süden um vor einem mexikanischen Restaurant zu halten, wo ich das erste Mal in meinem Leben einen Salat aus Kaktusblättern aß, welche, das muss gesagt werden, wirklich gut schmecken! Während all diesen Unternehmungen redeten wir nahezu ohne Pause über Belanglosigkeiten ebenso wie unsere Zukunftspläne und so manche tiefschürfenden Gedanken. Fabian ist also ein Mensch, den ich sehr gerne mag, ein Mensch, mit dem man über alles reden kann, auch, wenn man ihn erst vor wenigen Minuten kennen gelernt hat...
Nach einem kleinen Tee bei mir in der Wohnung, war es auch für ihn wieder Zeit aufzubrechen, nicht ohne Grund auch meinerseits, denn an sich hatte ich geplant, diesen Abend mit dem Lernen von Chemie zu beenden, was ich auch mehr oder weniger geglückt tat...
 
Sonntag, der 25.11.2007
 
Wie herrlich doch langes Schlafen ist. Mittags wurde gekocht und Nachmittags gelernt. Doch nicht nur ich spürte ein Gefühl der Angst in mir aufsteigen als ich mir Chemie intensiver als je zuvor zu Gemüte führte. Mareike war, als sie zum obligatorischen Vier – Uhr – Kaffee erschien, mehr als genervt von so mancher chemischen Berechnung die ich, wie mir elendiger Weise klar wurde, nicht einmal nachvollziehen konnte, geschweige denn je davon gehört habe. Nach Panikattacken unsererseits und dem Schwur mehr als Gewissenhaft weiterzulernen (Mareike zog es vor längere Zeit der geplanten Lerneinheit mit ihrem Freund zu telephonieren) drohte mir endgültig die restlose Verwirrung. Es gelang mir einfach nicht, egal wie ich die Formeln drehte und wendete, auszurechnen, wie viel Wasser nun eigentlich in einem Liter Wasser vorhanden ist. Mehr als einfach, aber in meiner Situation war jede Unbekannte in der zu verwendenden Formel ein kleines Monster, dass mich immer wieder aufschreckte und schlussendlich dazu trieb, Mareike mit Hilfe von SMS dazu zu bringen online zu gehen um diese kleinen bösen Tierchen endlich aus meinem Gehirn zu vertreiben, auf dass ich mich wieder konzentrieren könnte. Natürlich telephonierte Madame, was es ihr unmöglich machte meine Hilferufe zu lesen, und so blieb mir nur eines, Resignation. Der einzige Lichtblick: In wenigen Minuten würde ein Zug in Erlangen ankommen, aus dem meine Schwester steigen würde, um mich für zwei Tage mit ihrem Besuch zu erheitern.
Nachdem Mareike bei mir eingetroffen war, machten wir uns daran eine Kleinigkeit zu kochen, wobei ich dabei die Zeit fast übersehen hätte und sie überhastet mit dem Kochlöffel in der Hand zurückließ, mit der Bitte doch einfach etwas schmackhaftes zu zaubern. Zu Fuß lief ich zu dem Plätzchen, an dem ich meinte gestern mein Rad abgestellt zu haben, fand es erst nach einiger Zeit (offenbar war beim Abstellen noch ein wenig Restalkohol im Spiel) und sauste los in Richtung Bahnhof um dort festzustellen, dass der Zug, oh Wunder, Verspätung hatte.
Nach einigen Minuten des Wartens fuhr der Regionalexpress ein, und gleichzeitig eine in ihm eingesperrte Menschenmasse. Der Club! Der Club hatte doch heute ein wichtiges Spiel! So stelle sich heraus, dass scheinbar Menschenmassen aus allen Ecken des Ballungsraumes sich anschickten nach Hause zu fahren, und unter all jenen war nun meine Schwester zu finden. Nach kurzer Verzweiflung erblickte ich sie an einer Telephonzelle und hielt sie gerade noch rechtzeitig davon ab, mich sündhaft-teurer-Weise anzurufen.
Im strömenden Regen machten wir uns auf den Weg Richtung Henkestraße, lachten und redeten, wurden von Mareike mit einem duftenden Brokkoli Curry erwartet und legten nach beendetem Mahl den Film „Angels In America“ ein, der uns sehr mitnahm, auch, wenn wir nur die ersten drei Stunden sahen, da wir alle erschöpft zu später Stunde schlafen wollten.
Danke Lesterscheinchen, danke für deinen Besuch!
 

28.11.07 13:40
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Ulli (30.11.07 15:15)
jaja, der zug. jaja, die hooligans.
aber: neinnein, ich wollt dich gar nicht anrufen - nur smsn, wo du stehst und ob du weißt wo ich stehe.
mir is grad eeeelendsheiß - keine ahnung warum. hab ein bisschen gemützt am nachmittag und im bett wars so kuschlig. jetzt sitz ich wieder unten und mir ist heiß.

jaja...
du musst noch schreiben, was wir montag und dienstag gemacht haben!

büüüüüdeee!

dickes bussi und bis bald
lesterschweinchen

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