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Und weiter gehts

Sonntag, der 02.12.2007
 
Endlich ein Tag des Ausruhens und der Entspannung. Wie schnell so etwas doch langweilig werden kann! Also verbrachte ich die meiste Zeit des Nachmittags (denn Vormittags hatte mich ein seeliger Schlaf ummantelt...) mit so mancher Unterhaltung und Recherche mit Hilfe des Internets und dem Aufräumen meines Zimmer. Als alles in neuem Glanz erstrahlte, entschied ich mich, auf einen kurzen Sprung zum Christkindlmarkt aufzubrechen, und das im wörtliche Sinne, denn weiter ist der Schlossplatz von mir ja nicht entfernt. Dort musste ich jedoch mit Enttäuschung feststellen, dass Erlangen keine wirkliche festliche Weihnachtsstimmung aufkommen lässt, und der Adventmarkt eher an einem Umschlagplatz für Küchenutensilien erinnert, als Hort von Kitsch und besinnliche Entbehrlichkeit, was er sonst zu sein pflegt. Natürlich fand ich dort nicht den von mir begehrten Adventkranz – hätte ich eine Schöpfkelle oder eine elektrische Eieruhr gebraucht, wäre ich am rechten Fleck gewesen...
So blieb mir also nichts anderes übrig, als den Tannen vor der Anatomie ein paar Zweige zu stehlen und sie als Gegenleistung vom Efeu zu befreien. Mit diesen Errungenschaften wieder zu Hause angekommen, machte ich mich daran ein kleines Tischchen zu gestalten, auf dem silberne Sternchen (gefertigt aus dem Verpackungsmaterial der bereits aufgegessenen Spekulatius meiner Mutter), Mandarinen, Nelken und Nüsse neben den Zweigen und einer Kerze angeordnet wurden. Als die Kerze dann brannte stellte sich, nicht allein durch den weihnachtlichen Geruch, eine wunderschöne Stimmung ein, die zu beschreiben ich nicht in der Lage bin.
Gegen neun Uhr abends kehrte Mareike von Wiesbaden zurück, ich kochte ihr noch eine Kleinigkeit, und gemeinsam schauten wir uns den Film „Marie Antoinette“ an – der einen sinnfreien Tage ebenso beendete. Aber schön ist das Filmchen, das stimmt schon!
 
Montag, der 03.12.2007
 
An sich hatte ich Mareike, wie am Vortag ausgemacht, zum Frühstück erwartet – sie schien jedoch verschlafen zu haben. Mehr als pünktlich (sogar mit einigen Minuten Verspätung!) trafen wir in der Anatomie ein, um uns mit den männlichen Genitalien zu beschäftigen. Immerhin schafft es Frau Drehkuh nicht bei diesem pikanten Thema (im Gegensatz zu manchem Biologiedozenten) verlegen zu kichern und plaudern, sondern es mit herausgekehrtem Desinteresse vorzutragen. Dementsprechend jedoch kann nun auch die Vorlesung beschrieben werden: Langweilig – wären da nicht unsere auflockernden Kommentare gewesen...
Ich begleitete Mareike anschließend noch in Psychsoz, wo sie heute eine Mitschrift für unser Skript würde anfertigen müssen und unterhielt mich dort blenden mit Amelie (die ein wirklich sehr unterhaltsames Mädchen ist, das mir, Toitoitoi, hoffentlich einen Job im Schlaflabor verschaffen kann...) um schlussendlich von einer, zuvor in dieser Form bereit zig Mal vernommenen, Vorlesung nichts mehr zu bemerken. Doch auch dies ging vorüber und schlussendlich standen wir wieder in der Mast – WG und – Überraschung – kochten. Der Nachmittag hingegen war erfüllt von Anatomie und erst gegen 17°° Uhr traf Sonja bei mir ein, die wir zu ein kleinen Kaffe eingeladen hatten. Wenig später klopfte es an die Türe, die ich mit einem lauten Schrei der Begeisterung öffnete, um zu bemerken, dass nicht Mareike, sondern Max vor mir stand! Da hatte meine Mitbewohnerin wohl noch jemanden geladen – zu unser aller Freude! Natürlich hatte dies auch einen Grund. Wenig später würden Sonja, Mareike und Max sich eine Wohnung anschauen die, der Neid könnte einen fressen, ich hoffe sehr er macht es nicht, wie sich herausstellte unglaublich begehrenswert sein würde. Allein die Maklergebühr und Kaution waren für die drei ein Dorn im Auge, ich glaube allerdings, und hier klopfe ich drei Mal auf Holz, dass sie bereits im März dort einziehen werden...alles deutet darauf hin – und ich gönne es ihnen von ganzem Herzen!
Nachdem meine lieben Freunde meine Wohnung verlassen hatten, widmete ich mich noch einem Stündchen den universitären Verpflichtungen, bevor Fabian an meine Tür klopfte. Mit Mantel, Schal und Mütze bewaffnet schlug ich vor am Weihnachtsmarkt Maroni zu essen, die dort, wie ich mit maßloser Enttäuschung feststellen musste, nicht verkauft wurden. Empört über diesen untragbaren Zustand entschlossen wir uns dann, weit weniger stimmig, einige Gläschen Wein im Papa Joes zu genießen. Bei einem sehr kurzweiligen und tiefgründigen Gespräch wurde ich mit diesem Abend noch versöhnt und konnte zu später Stunde beruhigt schlafen gehen...
 
Dienstag, der 04.12.2007
 
Heute schaffte es Mareike mehr oder weniger pünktlich zum Frühstück. Gemeinsam ließen wir uns durch die hochinteressanten und verwirrenden Gedanken unserer Anatomiedozentin, betreffend der Befruchtung und embryonalen Entwicklung, begeistern („Die befruchtete Eizelle frisst sich rücksichtslos durch die Schleimhaut bis zum Peritoneum – der schlimmste Tumor also den wir kennen!), gemeinsam aßen wir eine Kleinigkeit, gemeinsam lachten wird. Ach, es ist schön eine so nahestehende Person hier in Erlange zu haben (Mareike, wenn du das ließt – ja, es ist kitschig, aber es stimmt)! Das anatomische Seminar war, wie eigentlich öfter Mal der Fall, wenig sinnvoll, jedoch geprägt von allerlei mehr oder weniger (wie etwa meines) interessant und gut gestalteten Referaten über klinische Aspekte der Niere und des Immunsystems. Natürlich waren diese freiwillig – also kein Grund für Nervosität!
Nach beendeter universitärer Verpflichtung mache ich mir daran, in Kaufland und Thalia einige Weihnachts- und Nikoloeinkäufe zu tätigen, die mich, so gesehen, nicht in Unkosten stürzten, jedoch ein größeres Loch in meinen „sorgfältig“ ausgearbeiteten Finanzplan rissen. Das ist auch Weihnachten – maßloser Konsum. Aber ich schenke doch so gerne, was soll ich also machen? Die Freude in den Gesichtern der Beschenkten zu sehen! Auch lieh ich einige Filme in der Bibliothek aus und ließ mich von der weihnachtlich geprägten Beschallung in den Konsumtempeln begeistern – ja, dieses Jahr finde ich diese mehr als passend und unterhaltsam!
Am Abend sahen Mareike und ich uns „Das große Fressen“ an, ein Film in dem vier ältere Herren beschließen ohne Unterbrechung bis zu ihrem sicheren Tod zu essen, und dieses Festmahl mit einer orgiastischen Umgebung zu versehen. Man glaubt es kaum, selbst der Tod der Protagonisten hielt uns nicht vom Essen ab – der Film macht doch glatt Hunger! Wir lachte und aßen, schrieen vor Grausen und kreischten vor Entsetzen...
Während dem nachfolgenden Film „Miami Vice“ glitt ich ab ins Reich der Träume – und konnte als Mareike mich wieder verlassen hatte, nicht mehr weiter schlafen, da nebenan wieder lautstark gefeiert wurde...
 
Mittwoch, der 05.12.2007
 
Pünktlich um viertel nach acht fand ich mich in der Chemie ein, um voller Entsetzen festzustellen, dass selbst die wenigen Leuchten dieses Faches bei Metallkomplexen heillos überfordert sind – und dies alles würde uns nächste Woche bei er Zwischenklausur erwarten! Einfach nicht daran denken und lernen – was bleibt einem denn sonst übrig?
Anatomie präsentierte und heute einen Nephrologen des Uniklinikum Erlangen, der uns klinischen Aspekte und mögliche Erkrankungen der Niere nahe brachte und uns auf Grund der drastischen Situation in Bezug auf Spendeorgan einiges zum Nachdenken gab...ich werde mir wohl auch einen Ausweis besorgen müssen, der mich als potentiellen Spender auszeichnet, denn andern als in Österreich dürfte man sonst die Organe nicht entnehmen um einem anderen Menschen damit wohlmöglich das Leben zu retten! Eindrucksvoll untermauert wurde diese Problematik durch einen uns vorgestellten Patienten, der erst nach acht Jahren Dialyse ein Transplantat bekommen hatte und am heutigen Tag das Krankenhaus als mehr oder weniger gesunder Mensch wieder verlassen würde. Ein weiterer Aspekt auch, der mir an Erlangen begeistert – engagierte Dozenten die versuchen unseren starren Alltag mit hochinteressanten Vorträgen aufzulockern. Danke dafür!
Nachmittags lernte ich brav Chemie, nachdem ich Mareikes Nikologeschenk besorgt hatte (einen schwarz gefleckten Collageblock und ein somit zugehörige Spardose in Form einer Kuh) und brachte besagter Dame einen Kaffee im Thermosbecher, kehrte nach Hause zurück, bearbeitete noch einige chemische Reaktionen und gegen sieben holte ich Mareike ab um mit ihr noch einige Einkäufe zu erledigen – wir würden ja heute backen und bräuchten dafür noch einiges mehr an Zutaten, als ich am Vortag bereits besorgt hatte. In den Arcaden kauften wir, wie könnte es anders sein, neben den Notwendigkeiten auch so manches glitzerndes und sinnfreies Utensil um die geplanten Geschenke zu verzieren...
Bei mir angekommen kochten wir Kartoffelpüree (natürlich selbstgemacht!) mit Rosenköhlchen. Als Theresa auch noch zu uns stieß wurde die Stimmung wie erwartet immer besser und in größter Hektik produzierte ich parallel zur Nahrungsaufnahme und der Herstellung von Glühwein ein schäumendes Germhäuferl und lief herum wie ein gestresstes  Hähnchen – eine bei Backvorhaben fatale Art der Bewegung! Umgesiedelt werden musste ja auch – ich selbst besitze ja keinen Ofen, was Weihnachtsbäckerei fast unmöglich macht. Somit wurden alles Zutaten und der bereits aufgehende Teig gepackt und zu Mareike transportiert, wo Theresa und ich und als Bäcker mit begnadetet Händen erwiesen. Neben Elisen Lebkuchen werkten wir am Germteig herum, fügten Mehl hinzu, kneteten wieder, fügten Mehl hinzu und wussten eigentlich gar nicht, was wir da eigentlich machen. Stand das im Rezept nicht anders? Egal! 
Schlussendlich hatten wir wunderschöne Figuren produziert (sogar anatomisch Korrekt) und aßen bereits unseren selbstgemachten Lebkuchen. Leider wurden die geplanten Haferflockenkekse nicht wirklich gut, so hatte der Müll also auch etwas zu naschen....
 
6.12.07 11:21
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Ulli (6.12.07 21:20)
wie kann man bei miami vice einpennen.. das ist doch so "bumm bumm bumm und so laaaaaud" *G*
maaaaaaaaaaaanno freu ich mich auf morgen! STEFAN!! DAAA! MUFF! wuff! blöööd! blööök! *hirnamputiertbin*

freu mich!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
muss jetzt heitin gehn, dein lästerschweinchen is putt.. putt putt au weia. (fladder fladder mops mops ... *ohneworte*)

dickes bussi
die doofnuss

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